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Projekte: Beteiligung von Kindern und Jugend

Projekte gesamt: 31
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Europäischer Kindergipfel

Auf den Kindergipfeln der Naturfreundejugend Deutschlands treffen sich alle zwei Jahre 12- bis 15-jährige aus ganz Deutschland, jeweils in einer anderen Stadt, um über Themen zu diskutieren, die ihnen unter den Nägeln brennen. Im April 2009 fand in Karlsruhe erstmalig der Europäische Kindergipfel statt.

Ziele:
Den Kinderrechten mehr öffentliche Aufmerksamkeit verschaffen und Kindern neue Partizipationsmöglichkeiten eröffnen.
Auf dem Kindergipfel stehen Kinderrechte und Partizipation an politischen Prozessen im Vordergrund. Ziel ist somit die Durchführung einer öffentlichkeitswirksamen Veranstaltung unter dem Motto "Kinder reden - Erwachsene hören zu", die die Wünsche und Vorstellungen von jungen Menschen aus verschiedenen europäischen Regionen zusammenführt und mit ausgewählten Politikern diskutiert.
Ein Kinderrat dient dazu, sicherzustellen, dass im gesamten Planungsprozess die Interessen der Kinder und Jugendlichen im Mittelpunkt stehen. Zum Vorbereitungstreffen kamen im Herbst 2008 aus jedem Land zwei TeilnehmerInnen, um über die Workshopthemen und Programmplanung zu entscheiden.
Der Europäische Kindergipfel fördert die aktive Bürgerschaft junger Menschen im Allgemeinen und ihre europäische Bürgerschaft im Besonderen. Er trägt zur Entwicklung der Solidarität und zur Förderung der Toleranz junger Menschen bei. Indem er das gegenseitige Verständnis zwischen jungen Menschen aus verschiedenen Ländern fördert, stärkt er den sozialen Zusammenhalt in der Europäischen Union.


Maßnahme:
Unter dem auf dem Vorbereitungstreffen formulierten Motto „Our future is in our hands“ fand der erste Europäische Kindergipfel 2009 im Haus der Jugendverbände in Karlsruhe statt. Der für Jugendfragen zuständige EU-Kommissar Ján Figel’ übernahm die Schirmherrschaft der Veranstaltung.Die Länder Rumänien, Tschechien, Polen, Österreich, Deutschland, Frankreich und England waren jeweils durch eine zehnköpfige Delegation vertreten. Die TeilnehmerInnen waren zwischen 13 und 17 Jahre alt. In sieben Workshops entwickelten die jungen Menschen eigene Vorstellungen für ein besseres Europa. Das Spektrum der Themen reichte dabei von Umwelt und Frieden bis hin zu Bildung und Beteiligung. Jeder Workshop formulierte Forderungen und Selbstverpflichtungen, die von allen TeilnehmerInnen unterschrieben wurden. Danach folgten Diskussionsrunden mit Abgeordneten des Europäischen Parlaments und des Deutschen Bundestages. Bei der abschließenden Podiumsdiskussion stand die Frage des aktiven Wahlalters im Mittelpunkt. Die zuvor in „Politikersprech“ geschulten TeilnehmerInnen wollten von den anwesenden PolitikerInnen wissen, was sie konkret für ein europaweites Wahlrecht mit 16 Jahren tun würden. Der Europawahl-Spitzenkandidat der deutschen Grünen Reinhard Bütikofer versprach ihnen daraufhin, nach den Wahlen eine entsprechende Initiative in das Europaparlament einzubringen.

Ergebnisse:
Der erste Europäische Kindergipfel zeigte, dass es sich lohnt, gemeinsam mit europäischen Partnern für die Durchsetzung der Kinderrechte zu kämpfen. Die TeilnehmerInnen setzten ein deutliches Zeichen, indem sie ihr Recht auf Bildung, auf Beteiligung bei Entscheidungen, die sie betreffen, und auf mehr Partizipation auf europäischer Ebene einforderten. Durch ihr selbstbewusstes und gut informiertes Auftreten erreichten sie eine sehr positive Resonanz in den Medien.
Die rund 80 jungen Menschen haben auf dem Gipfel nicht nur starke Positionen erarbeitet, sie hatten auch eine Menge Spaß und haben neue Freunde gefunden. Da verwundert es kaum, dass alle sich für eine Fortführung des Europäischen Kindergipfels aussprachen. Die rumänische Delegation hat bereits erste Schritte unternommen, den Gipfel 2010 nach Timişoara zu holen.
Eine ausführliche Dokumentation des Europäischen Kindergipfels kann unter www.naturfreundejugend.de/shop/-/show/164/ bestellt werden.

Träger:
Naturfreundejugend Deutschlands

Website:
http://www.kindergipfel.eu